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Projekte in Kenia : Kindergarten

…Schon damals war klar, dass baldmöglichst mit dem Bau eines festen Gebäudes zu beginnen war. Doch auf dem Grundstück, auf dem die Hütte stand, sollte bald eine Ferienanlage entstehen.

In einer großen Dorfversammlung wurde das Problem diskutiert. Die Dorf-Ältesten bemühten sich gemeinsam mit den Maiers, bei den kenianischen Behörden Land für gemeinnützige Zwecke zu bekommen. Nach vielen Gesprächen und Überzeugungsarbeit wurden Integramus 4 Hektar Land kostenlos für dieses Projekt zur Verfügung gestellt.

Bei so einem großen Gelände konnte man Pläne für die Zukunft schmieden. So entstanden zahlreiche Ideen: Kindergarten- und Vorschulgebäude, Brunnen, Toiletten, Spielplatz, Garten für die Selbstversorgung, Krankenstation, Küche. Das Gebäude kann abends als ein Bildungszentrum für Erwachsene genutzt werden.

Die finanzielle Umsetzung für ein so großes Vorhaben stand jedoch in den Sternen.

„Harambee“ bedeutet auf Suaheli „gemeinsam sind wir stark“. Von diesem Lebensmotto konnten wir uns nicht nur in Kenia überzeugen. Das ganze Dorf packte mit an.  Auch in Deutschland wurden zahlreiche Partner gefunden. Es entstanden landesübergreifende Kooperationen und Netzwerke mit anderen Organisationen, Stiftungen, Vereinen sowie privaten Kontakten.

So unterstützt die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) die Baumaßnahmen für einen Kindergartenraum, für den zweiten Raum kam die Hilfe vom Schulprojekt Kenia e.V. in Gemünden. Die weiteren zwei Räume – Sanitätsraum und Küche – werden von Sternstunden e.V. aus München finanziert.
Die weitere Versorgung der Kinder, der Bau des Brunnens, der Toiletten und die Beschaffung vom Mobiliar wurde von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert; ebenso die Alphabetisierung, Sprachkurse und Aids-Aufklärung.

Das Engagement des Vereins Integramus hat auch die Mitglieder des Leo-Clubs Reutlingen-Ermstal überzeugt. Leos Reutlingen startete eine Weihnachtsmarkt-Aktion für die Kinder in Kenia und unterstützte das Vorhaben des Integramus e.V. mit dem Erlös vom Glühwein- und Waffelverkauf.

Dank dieser einmaligen Zusammenarbeit konnte der Verein im Dezember 2006 mit den Baumaßnahmen beginnen. Dabei konnte fünf jungen Männern eine Ausbildung  zu Maurern und Bauarbeitern ermöglicht werden.

In der kurzen Zeit von zweieinhalb Monaten wurde die erste Phase des Projekts umgesetzt. Es entstand auf dem ehemaligen Busch-Gelände ein Gebäude mit vier Räumen von insgesamt 80 m². Vier Toiletten mit einem Drei-Kammer-Abwasser-System, ein 12-Meter tiefer Brunnen und eine kleine Gartenanlage konnten ebenfalls errichtet werden. Dennoch ist das Projekt (Stand: Mai 2007) noch nicht abgeschlossen. Die „Integramus-Academy Biga“ wird voraussichtlich ab Juli 2007 in Betrieb genommen werden.

Bereits durchgeführt wurden Sprach- und Alphabetisierungskurse. Das Interesse der Dorfbewohner an diesen übertraf jede Erwartung. Am Intensiv-Deutschkurs im Januar/Februar 2007 nahmen 86 Teilnehmer teil. Die weiteren Kurse werden demnächst auf Bitte der jungen Menschen in Biga und Umgebung fortgesetzt.

Ein solches Projekt verläuft nicht immer reibungslos; es mussten viele Hürden und Schwierigkeiten überwunden und Pechphasen überstanden werden. Wenn aber die Ergebnisse so überzeugend sind, ist dies für Integramus eine Anregung, sich weiter für die Bildung der Kinder sowie Erwachsenen in Kenia einzusetzen.

Alle Integramus-Mitglieder engagieren sich an diesem Projekt ehrenamtlich.

Um das Projekt weiterzuführen, ist Integramus e.V. auf weitere Geldmittel angewiesen. Aus diesem Grund bittet der Verein die Mitbürger/innen um weitere Unterstützung.

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